Poker – wenn die Sportwetten Pause machen

Montag, 19.03.12

An dieser Stelle ein kurzes (Halb-)Offtopic zum Thema Poker, speziell Online Poker. Denn wer Sportwetten liebt ist in der Regel ein Zocker und das beliebteste Glücksspiel ist nun mal Poker. Wobei man sagen muss dass sie die Texas-Holdem-Variante zum absoluten Mainstream-Spiel durchgesetzt hat. Das klassische Pokerspiel, bei dem die Spieler 5 Karten erhalten und nach einer Bieterrunde nochmal einige Karten austauschen können, findet man fast nirgendwo mehr. Das ist aber auch logisch: Der Siegeszug des Pokerspiels ist durch die Verbreitung des Online Poker gekommen. Mit Hilfe des Internets hat es das Pokers-Spiel, besser gesagt Texas Holdem, geschafft aus der dunklen verruchten Ecke wie man es klassischerweise aus alten Westernfilmen beispielsweise kennt, wo immer mindestens ein Falschspieler am Tisch sitzt, herauszukommen und in der Mitte der Gesellschaft anzukommen.

Heutzutage ist es chic geworden Poker zu spielen. In vielen Städten haben sich regelmäßige Turniere etabliert und die Teilnehmer dabei kommen aus allen Bereichen der Gesellschaft, die Poker Regeln dürfte mittlerweile auch der letzte Kartenspiel- oder Glücksspiel-Sympathiesant verstanden haben. Weil das Thema Glücksspiel in Deutschland aber ein heikles Thema ist, die Diskussionen um den Glücksspielstaatsvertrag und einige, vorsichtig formuliert, realitätsferne Vorstellungen von Politikern, dürfte jeder der sich etwas mit der Thematik Sportwetten und Glücksspiele beschäftigt hat mitbekommen haben. Beim Poker bedeutet die gängige Praxis dass in Deutschland nicht um Geld gespielt werden darf. In der Praxis gibt es daher meistens Sachpreise zu gewinnen, wobei viele Sieger ihre Sachpreise wohl anschließend zu Geld machen, aber so ist nun mal das Gesetz.

Einen besonderen Schub speziell für das Online Poker hat der Erfolg von Pius Heinz in Las Vegas gebracht: Der Deutsche Poker-Profi darf sich amtierender Weltmeister nennen und hat sich durch Online-Qualifikationen bis hin zu Final Table gespielt. Nicht viele Hobby-Pokerspieler und Möchtegern-Profis träumen von dieser Poker-Karriere wenn Sie vor Ihrem Rechner sitzen und versuchen die Verhaltensweisen der Mitspieler zu durchschauen um sie beim Bluffen zu erwischen und vom Tisch zu nehmen. Für die breite Masse dürfte aber das regelmäßige Üben im Vordergrund stehen, bevor erste merkenswerte Erfolge gefeiert werden können. Wenn man dann als Spieler erstmals bei einem großen Turnier mit womöglich vierstelliger Teilnehmerzahl am entscheidenden Tisch sitzt zeigt sich das Talent: hat man die Nerven um in einer solchen Situation kühlen Kopf zu bewahren oder verliert man sie? Da zeigt sich dann das wahre Poker-Talent. Online wie Offline!

Federer gegen Isner

Sonntag, 18.03.12

John Isner hat sensationell die Nr.1 der Welt, Novak Djokovic besiegen können. Dabei hatte er jedoch eine Menge Glück und profitierte von vielen Fehlern des Serben. Der nur von seinem Aufschlag lebende Isner wird selbiges Glück heute nicht nocheinmal vorfinden: Roger Federer ist gut wie nie und hochkonzentriert. Wie er gestern Nadal “geputzt” hat in zwei Sätzen war schon beeindruckend. Einfach nicht vorzustellen dass Roger Federer in dieser Form Probleme gegen John Isner bekommt. Die Quote ist natürlich entsprechend niedrig, aber diese Wette sollte so sicher sein wie das Amen in der Kirche: Sieg Roger Federer für Quote 1,21.

Ergebnis: Federer gewinnt 7:6, 6:3

Arminia Bielefeld gegen Preußen Münster

Freitag, 16.03.12

Ein Duell vergleichbar mit Dortmund-Schalke oder Köln-Gladbach, es gibt wohl nur wenige Vereine die sich so spinnefeind sind wie Arminia Bielefeld und Preußen Münster. Da sich die Vereine auf Grund unterschiedlicher Spielklassen lange aus dem Weg gegangen sind gab es zuletzt wenige Duelle auf Augenhöhe (Münster spielte lediglich gelegentlich gegen die zweite Mannschaft von Bielefeld), aber nun sind beide Mannschaften in der 3.Bundesliga wieder auf Augenhöhe gelandet. Insgesamt kann man Preußen Münster durchaus als Angstgegner bezeichnen, in vielen wichtigen Spielen der Vergangenheit düpierten die Münsteraner die Bielefelder besonders gerne auswärts auf der Alm. Ältere Fans beider Mannschaften erinnern sich an viele historische Duelle und auch die aktuellen Spieler auf beiden Seiten bekommen viel mit von dieser Feindschaft, diese Duelle (vor allem nach so langer Zeit des Nicht-Aufeinandertreffens) sind einfach das Thema bei Fans und Verein. Im Hinspiel in Münster gab es ein 0:0 vor großer Kulisse, die Spannung und die Angst vor dem Verlieren lähmte beide Mannschaften. Auf Grund eines großen Polizeiaufgebotes passierte auch glücklicherweise auf den Rängen nichts.
Nun also das Rückspiel in Bielefeld. Die Arminen haben nach schwachem Saisonstart die kurve bekommen, in Münster ging es nach starkem Start stark bergab. Vor kurzem wurde der Trainer gewechselt, Pavel Dotchev steht jetzt an der Seitenlinie (ist gekommen für Marc Fascher, was für viel Unruhe im Verein sorgte). Doch all diese Faktoren kann man in diesem Duell getrost ausblenden, diese Derbys haben ihre eigenen Gesetze. Bei den Buchmachern ist Bielefeld auf Grund der letzten sportlichen Leistungen leicht favorisiert, dass ist jedoch zum Wetten völlig uninteressant. Wie gesagt sieht Münster in diesen Duellen traditionell gut aus, besonders auf der Alm gewinnen die Preußen gerne. Gut möglich dass es wie im Hinspiel ein Unentschieden gibt, weil doch niemand dieses besondere Spiel verlieren will. Wenn es einen Sieger geben sollte dürften das aber eher die Münsteraner Preußen sein, zum Wetten bietet sich also die Wette an: Preußen Münster verliert nicht für Quote 1,70.

Ergebnis: 2:2